• holunder

      Holunder

      Alle Pflanzenteile des Holunder (Sambucus Nigra, nicht zu verwechseln mit dem Sambucus Ebulus) von der Blüte bis zur Rinde, können für therapeutische Zwecke verwendet werden. Tatsächlich wird diese Pflanze auch als natürliches Aspirin bezeichnet. Die Holunder- Beeren bestehen aus 70% Wasser, 16% Kohlenhydraten und Mineralien wie Kalzium, Phosphor, Eisen, Magnesium, Kupfer, Zink und Sodium. Man verwendet sie vor allem für abführende Marmeladen, welche auch von Kindern und Senioren gut vertragen werden.

      Der Holunder enthält folgende Vitamine: A, Gruppe B, C. Der Holunderblütentee ist besonders für Leiden wie Husten, Asthma, Rheumatismus geeignet, während der Aufguss Leiden der Atemwege wie Bronchitis, Fieber oder Grippe lindert. Diese Pflanze hat außerdem eine schweißtreibende Wirkung, die Beeren haben eine abtreibende und abführende Wirkung, während die Rinde vor allem zur Behandlung von Zysten und Neuralgien zum Einsatz kommt. Der Holunder ist außerdem bei folgenden Krankheiten geeignet: Gicht, Hämorrhoiden, Neuralgien, Verstopfung, Urikämien, Zystitis, Arteriosklerose, Herzjagen, Zahnabszesse, Meteorismus, Niereninsuffizienz oder Nierensteine.


      In der Kosmetik ist der Holunder vor allem aufgrund seiner belebenden und aufhellenden Wirkung beliebt. Der Holunderstrauch ist in der Volkstradition sehr berühmt: in England heißt es die Holundersträuche seien nichts anderes als Hexen, welche sich verwandelten, um der Hexenjagd zu entkommen. Um zu wissen ob ein Strauch verhext war, musste man ein Ästchen abreißen, an der Stelle trat etwas Blut hervor.