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      Tibetische Massage

      Die tibetische Massage zählt zu den ältesten Medizintraditionen, die schon vor 4000 Jahren entstanden sind. Schon zu Zeiten des Buddha wurde der Tibet als „Land der Medizin“ oder „Land der Arzneipflanzen“ bezeichnet. Eine der bekanntesten Therapien der Massage ist das Ku Nye, welches auf den Körpermeridianen arbeitet. In diesem Sinne ähnelt die tibetische Medizin der Chinesischen. Ein weiteres Beispiel der tibetischen Medizin ist die Klang Massage der „singing bowls“, d.h. der tibetischen Glocken welche den gesunden Körperteil des Patienten stärken.


      Die traditionelle tibetische Medizin hat sich sehr wirksam für die Pflege von folgenden Beschwerden bewiesen: Angstzustand, Stress, Schlaflosigkeit, Asthma, Rheumatismus, Magen und Arthritis. Die Technik wird mit Stäben, den traditionellen  Artemisia „Zigarren“, warmen und kalten Steinen und Muscheln ausgeführt. Die tibetische Medizin basiert auf dem Gleichgewicht folgender fünf Elemente: Luft, Feuer, Raum und Wind. Im Körper befinden sich Wind, Feuer und Schwerfälligkeit. Der Wind befindet sich im Zentrum des Körpers, die Galle auf der rechten Seite und die Schwerfälligkeit auf der linken Seite. Der Wind leitet das Wort, die Menstruation, die Atmung, die physischen sowie geistlichen Tätigkeiten, die Ausscheidung des Körpers und außerdem hilft der Wind den fünf Sinnen. Das Element Feuer leitet den Hunger, den Durst, die Verdauung; die dazu verbundenen Gefühle sind Mut und Entschlossenheit. Das Element Schwerfälligkeit leitet die Stabilität des Geistes und des Körpers, hilft gegen Schlafprobleme und hält die Gelenke elastisch. Die damit verbundenen Gefühle sind die Toleranz,  die Großzügigkeit und die Faulheit. Die Personen können entweder eine Konstitution je nach Wind, Schwerfälligkeit oder Galle haben. Viele Menschen haben auch eine gemischte Konstitution wie Galle - Schwerfälligkeit oder Galle-Wind.


      Die tibetische Massage heilt, auch wenn sie sehr alt ist, die modernen Gesundheitsproblemen sehr gut und lässt die einzelnen „versteckten“ Beschwerden des Körper und der Seele erkennen. Deshalb ist die tibetische Massage nicht nur eine Pflege sondern auch eine ausgezeichnete Vorbeugungsmethode und vor allem empfehlenswert im Falle von Verdauungsproblemen, Problemen beim Geschlechts- und Urinsystems, Depression, Schlaflosigkeit und Narben. Außerdem wirkt diese Massage positiv auf  die Stimulierung des Lymphsystems und ist auch für Kinder, ältere Leute und Schwangere geeignet. Der Masseur verwendet die Handfläche, die Finger, die Ellbogen und die Unterarme um  die Körpermeridiane zu stimulieren. Die Massage unterteilt sich in drei Phasen: zuerst wird der Körper mit therapeutischen Ölen eingerieben, je nach Körperkonstitution des Patienten. Während der zweiten Phase beginnt die Massage, zum Beispiel die Yak Butter ist ideal für einen Wind Typ oder für ältere Leute oder Menschen mit Kopf-oder Fuß Problemen.


      Das Sesam Öl bringt wieder Gleichgewicht beim Schwerfälligkeit- Typ, Hüftproblemen und Beschwerden am Genitalapparat oder der Durchblutung.  Für die Konstitution Wind- Schwerfälligkeit ist das Mandel –und Olivenöl sehr geeignet, sowie auch für eine allgemeine Massage. Das frischgepresste Olivenöl ist für schwächere Typen geeignet. Weitere Massageöle sind das Schweineschmalz und das Öl aus Knochenmark. Die verwendeten Techniken sind folgende: das Klopfen, das Reiben und das Beschmieren. Die dritte Phase schließt die Massage mit einem Peeling mit Kichererbsen- und Gerstöl. Auf diese Weise werden das überflüssige Öl und die toten Zellen beseitigt. Die Massage kann von 60 bis 90 Minuten dauern. Die ersten 15 Minuten sind der „Willkommens- Zeremonie“ gewidmet. Die Massage beginnt beim Kopf und breitet sich langsam auf alle Köpermuskeln aus; der Patient muss bequem bekleidet sein. Nach der Massage  ist es empfehlenswert für mindestens 3 Stunden nicht zu baden oder zu duschen, da die Energie, die beim Massieren gewonnen wurde wieder verloren geht und dabei  Müdigkeit auslösen würde.